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Schulsystem , Pädagogik, Erziehung


Kritik  

Psychiater Winterhoff über das Bildungssystem:

„18-Jährige mit dem sozialen Reifegrad eines Kleinkindes“ 

Michael Winterhoff zeichnet in seinem Buch „Deutschland verdummt“ ein düsteres Bild des Bildungssystems. Dessen Umkrempelung vor 20 Jahren habe dazu geführt, dass jungen Menschen heute wesentliche soziale Kompetenzen fehlten. Einige 18-Jährige hätten die psychische Reife eines Kleinkindes, sagte er im Deutschlandfunk.

Interviews mit Hr. Winterhoff : Im  Deutschlandfunk und als Vortrag unter 

Behütet, verwöhnt oder gefährdet? Wie Kinder heute aufwachsen 

Es geht um eine heute in Schulen und auch Kitas praktizierte Ideologie, die Vorstellung, Kinder könnten autonom lernen. Dabei werden Sie letztendlich auf sich gestellt und man nimmt den Kindern die Beziehung zum Lehrer. Laut Hr. Winterhoff ist das eine grundsätzlich falsche Methode. Die Vorstellung, Kinder erarbeiten sich alles alleine und erziehen sich am besten noch selber, führt lt. Winterhoff dazu, daß Kinder keine richtige Persönlichkeitsentwicklung mehr durchlaufen. 

Unter "individuellem Lernen" wird heute verstanden, daß Kinder -  nicht wie man vielleicht glaubt - eine individuelle Aufmerksamkeit des Lehreres erhält, sondern das Kind soll selber entscheiden auf welchem Lernniveau es arbeiten soll ....?


Pädagogik nach Emmi Pikler

Emilie Pikler  war lt. Wikipedia eine ungarische Kinderärztin, die angeblich "neue Wege" in der Kleinkindpädagogik ging.

Eine sogenannte Konvention nach Pikler  definiert einseitig "Kinderrechte". Klingt gut und passt in das heutige propagierte politische Schema mit "Kinderrechten in die Verfassung". Was davon zu halten ist, habe ich schon im Kapitel Kinderrechte lesen können.  

Was hier steht, ist einerseits selbstverständlich und bedarf keiner "Konvention", andererseits aber auch fraglich und geheimnisvoll... 

was aber nicht zu lesen ist, das ist die Vermittlung von Werten

Weist Punkt 7 in dieser "Konvention" nicht darauf hin, was Hr. Winterhoff bemängelt: Kinder werden auf sich alleine gestellt ?

Schauen wir unter Punkt 7:

"Jedes Kleinkind, das in die Krippe geht hat das Recht, ausreichende und geeignete Möglichkeiten zu bekommen, um selbständig aktiv zu sein, sich durch freies Spiel und freie Bewegung entwickeln zu können, aus eigener Initiative seine Umwelt zu erforschen und dabei vom Erwachsenen mit Interesse begleitet zu werden." 

Natürlich liegt es immer an dem verantwortlichen Personal selber, wie sie etwas umsetzen.


Aussagen in Foren zu Pikler

Ich habe mich mal umgeschaut, wie so etwas umgesetzt werden könnte und bin dabei auf einen Diskussionsbeitrag aus dem Forum unter: 

https://www.eltern.de/foren/oktober-2007/689618-emmi-pikler.html gestoßen.
Nachfolgend der Inhalt: (Ist derzeit auch noch im Netz nachzulesen)

"... vor zwei Wochen war ich bei einer Fortbildung zu Emmi Pikler. Die Fortbildung war eigentlich für
die Erzieherinnen unserer Krippe, aber wir Eltern konnten an der ersten Sitzung teilnehmen. Es war
super interessant. Ich mag jetzt nicht ins Detail gehen, das würde zu lange dauern. Ich hab mir
nur die Mühe gemacht, euch die "zehn Entlastungen für den Umgang mit Kindern" vom Handout abzutippen.

dazu muss ich sagen, dass ich nicht alles genauso unterschreiben kann, aber es sind tolle Denkanstöße, finde ich.
also voilà:
1. Du kannst getrost darauf verzichten, Kinder zu erziehen. Wenn du unbedingt jemanden erziehen willst, erzieh dich selbst.
2. Kinder brauchen Grunderfahrungen. Du brauchst sie ihnen nicht zu ersparen.
3. Kindern kannst du nichts vormachen. Also kannst du dich geben, wie du bist.
4. Du brauchst Kinder nicht wie Kinder zu behandeln. Du kannst sie so ernst nehmen wie dich selbst.
5. Kinder dürfen Fehler machen – genauso viele wie du. 
6. Du kannst Kindern ruhig sagen, was du denkst. Sie sagen dir dann vielleicht auch ihre Meinung.

7. Mit Kindern kannst du vernünftig reden. Am besten verstehen sie deine Gefühle, deine Freuden, deinen Ärger, deine Verliebtheiten, deine Enttäuschungen.

8. Du brauchst Kindern nichts beibringen wollen. Sie lernen eh nur, was sie wollen.

9. Du brauchst Kinder nicht zu beschäftigen und dir Tausend „Förderungspgogramme“ auszudenken. Das können sie allein. Sie werden sich schon melden, wenn sie dich brauchen..."


Eine vernünftige Antwort in diesem Forum kam anschließend von einer Dame, die sich Ulrike_35 nannte:

"...Zu 1: Sehe ich nicht so, ich bin da altmodisch und denke noch, wir haben als Eltern einen Erziehungsauftrag. Wie der aussieht muss jeder für sich entscheiden. Ich persönlich möchte Werte vermitteln und das gehört für mich auch zur Erziehung..."


Schlußwort


Ich denke, bei den meisten o.g. Punkten aus dem Forum würden sich die meisten Eltern die Haare raufen, aber das scheint in unseren Kitas nun die moderne Pädagogik zu sein. Würden Sie Ihre Kinder Menschen anvertrauen, die nach solchen Grundsätzen verfahren? 

Zum Glück gibt es da draußen noch Eltern, die einen gesunden und natürlichen Verstand besitzen... vielen Dank dafür, Ulrike_35.

Müssen wir uns dann wundern, wenn junge Menschen, wie Hr. Winterhoff meint, heute wesentliche soziale Kompetenzen fehlten?

Diese Pädagogiken (z.P nach Pikler) wird derzeit in vielen Horten propagiert und - je nach Personal, auch entsprechend umgesetzt.  


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Erzieher gesucht... 

das könnte man auch als eine Bankrotterklärung der Familienpolitik in diesem Lande werten... nicht, weil hier eine Gemeinde zu wenig "Erzieher" hat, sondern weil in diesem Land offensichtlich Familien Ihren Nachwuchs nicht mehr selber  erziehen wollen oder können, wie das für zig. Generationen vor uns selbstverständlich war. 

Der Staat solls richten... mit mehr "staatlichen" Erziehern in Kitas, Krippen etc... statt eine Familienpolitik zu betreiben, in der es sich Mütter zeitlich und finanziell leisten können, wieder eine echte Mutterrolle einzunehmen.

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