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Die Gender- Ideologie in der Sprache ... die Verarmung der deutschen Sprache ? 


Kaum zu glauben... links eine aktuelle Briefmarke - statt Frischlinge steht hier " Tierkinder Wildschwein" ! 




Was wird unter "gendergerechte" Sprache verstanden ?

Gender in der Sprache, vorab ein Beispiel aus Hannover 

Hannovers Ex-Bürgermeister Stefan Schostok hatte zu Beginn des Jahres den Mitarbeitern seiner Stadtverwaltung eine "geschlechtergerechte Sprache" vorgeschrieben, mit Mitarbeiter*innen und gedrechselten Wendungen wie die Wählenden oder Radfahrenden. Statt eines Rednerpults gibt es ein Redepult (ein Pult, das redet?), statt Lehrern Lehrende.

Man muß Andreas von Delhaes-Guenther , ein Journalist vom "Bayernkurier", beipflichten:

 „Aber wir sollten gewarnt sein: Wer schrittweise mit diesem Unfug anfängt, der wird sich zügig in vollem Galopp auf den Gender- und Wortpolizei-Abgrund zureiten sehen (…).“


Hintergründe:

Die Argumentation zur Abschaffung  eines angeblich dominierenden Makulinum in der deutschen Sprache beruht auf nachfolgenden Argumentationsgerüsten :

1.) Frauen wären in der Gesellschaft stark benachteiligt.

2.) diese Benachteiligung schlägt sich auch in der Sprache nieder, so als ob Frauen ( so die These) oft nur nebenbei gemeint wären

3.) diese Benachteiligung der Frau ist nur zu ändern, wenn die Sprache reformiert würde  


Wie unsinnig Formen der "Gendergerechten" Sprachanwendungen in der Anwendung sind, erfährt man am besten in dem Vortrag von Dr. Thomas Kubelik  :Wie Gendern unsere Sprache verhunzt


Zusammenfassung dieses sehr guten Vortrages:


Was wir erleben, ist die Umgestaltung der Sprache im Sinne der feministischen Sprachkritik. Im Neudeutsch spricht man von "Gendern".

1500 Jahre geschichtlicher Entwicklung der deutschen Sprache wird einfach über den Haufen geworfen. 

In Deutschland wird diese Art der Verunglimpfung der Sprache sogar stark alimentiert, es gibt hierzulande inzwischen über 160 (!) Lehrstühle für Studium von Gender. Was wie ein Schildbürgerstreich daherkommt ist in Wirklichkeit bitterer Ernst. 

Worum es letztendlich geht, ist die eigene Freiheit. Und zwar die Freiheit des Formulierens und das bedeutet auch - des Denkens ! 

Sprache und Denken lassen sich nicht trennen. 

Wenn man bedenkt, daß Gendern an Schulen und Universitäten immer mehr vorgeschrieben werden, daß an UNIs Arbeiten ohne Gender teilweise zurückgewiesen oder gar schlechter bewertet werden, dann müsste eigendlich Feuer unter dem Dach sein. 

Hier ist die Freiheit auf freie Meinungsäußerung in Gefahr, denn nach dieser muß jeder das Recht haben, die Sprache zu wählen, die er will. Es kann nicht sein wenn es nach Grundgesetz Art.5 heißt, man darf zwar alles sagen, aber der Staat bestimmt die Form ! 

In Schulen wird immer häufiger verlangt, das Aufsätze "gendersensibel" verfasst werden. 

Ein Argument, was gerne ins Feld geführt wird, es handele sich derzeit eben um einen Sprachwandel. Evolutionärer natürlicher Sprachwandel ist tatsächlich eine Tatsache, aber das was hier geschieht, ist etwas völlig anderes. 

Hier geht es um von oben geforderte Sprachvorschriften, das ist etwas grundsätzlich anderes als evolutionärer Sprachwandel.

Es sind Vorschriften, die eine bestimmte Weltanschauung transportieren soll. Das ist das schlimmste, was ein Staat, der zur weltanschaulichen Neutralität verpflichtet ist, tun kann. Die Vorschläge zur feministischen Sprachkritik sind ca. 30 Jahre alt und haben sich bis dato in keiner Weise durchgesetzt. Jetzt soll diese durch staatliche Gewalt geschehen. Denn wo wird Gendern erzwungen? Hauptsächlich dort, wo der Staat seine Finger im Spiel hat: In Gesetzestexten, Behörden, Schulen, Universitäten, zum Teil in staatsnahen Medien aber auch Kirchen machen mit. Doch -  in der lebendig gesprochenen Sprache des Alltags gibt es praktisch kein Gendern ! Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist Minimal, nach Studien und Umfragen lehnen 80-90% der Bevölkerung das Gendern in der Sprache ab.  

In einer echten Demokratie sollte das reichen !!!  Beispiel Leitfaden TU Braunschweig

Die Begründerin der feministischen Linguistik, Ende der 70er Jahre, Luise Pusch , schrieb unter anderem: 


"Der Mann brauche dringend eine Abmagerungskur, zur Therapie seines immer gefährlicher werdenden Größenwahns. Sie sprach vom täglichen Gynozid durch die Sprache, also Frauenmord, sie empfahl dem Mann sprachtherapeutische Maßnahmen, forderte die totale Feminisierung, und meinte, das Femininum sei echt zu schade, um damit "Schwanzträger" zu bezeichnen..."


Durch solch eine Rhetorik hätte Sie sich eigendlich disqualifizieren müssen  - trotzdem hatte Sie einen Universitären Lehrstuhl und ist bis heute anerkannte Gründerin der feministischen Linguistik.


Eine Argumentationslinie des Genderns ist:

Frauen wären in der Gesellschaft massiv benachteiligt.  

Wenn es wirklich so wäre - was man bezweifeln kann - ist die Sprache ist unschuldig.  Es gibt den Fachbegriff der euphemistischen Tretmühle die besagt, wenn ein Begriff Vorurteile enthält, dann ändern sich diese nie, wenn ich den Ausdruck verändere. Beispiel:  Neger - Schwarzer - Farbiger - Afro-Amerikaner - Vorurteile bleiben immer bestehen, sofern Sie existieren.

Wer Sprache mit der Absicht, Bewusstsein zu verändern, umgestalten will, betreibt eine Art Umerziehung. Damit soll ein neuer Mensch geschaffen werden und das war immer schon das Merkmal einer neuen Ideologie. 

Beim Gendern geht es nicht nur um den Austausch einiger Ausdrücke, sondern es geht um die fundamentale Struktur der Sprache, um die Gramatik, das Regelwerk, nähmlich das, was Sinn transportiert und was das ganze zusammenhält.

Der zentrale Zankapfel dabei ist das generische Maskulinum:

Beispiele: "Alle Teilnehmer der Konferenz hörten aufmerksam zu. Österreich zählt über 8 Millionen Einwohner. Die beiden letzten Tänzer auf der Bühne waren Sabine und Peter. Frauen sind meist die besseren Zuhörer. " 

Teilnehmer, Einwohner, Tänzer, Zuhörer - alle Ausdrücke stehen im Maskulinum und bezeichnen Frauen und Männer in gleicher Weise.

Meist fällt uns das gar nicht auf. Die beiden letzten Sätze kann man gar nicht bilden in einer Paarform: 

Beispiele: "Die beiden letzten Tänzer*rinnen auf der Bühne waren Sabine und Peter...?

Genauso kann man nicht sagen: "Frauen sind die besseren Autofahrer*innen und Autofahrer


Der fundamentale Irrtum ist die Gleichsetzung von Genos und Sexos - die lateinischen Fachausdrücke, in Deutsch wird beides mit Geschlecht übersetzt (grammatisches und biologisches Geschlecht)   

Es handelt sich um 2 getrennte Kategorien - es gibt 2 biologische Geschlechter - aber 3 Genera. Es gibt auch Sprachen mit nur 2 Genera- z.B. die romanischen Sprachen - oder sogar ganz ohne Genossystem : z.B. Türkisch ! 

Wäre die These des diskriminierenden Maskulinums wirklich wahr, dann müsste die türkische Gesellschaft, die das Maskulinum gar nicht kennt, besonders gleichberechtigt sein... ?

Der Genos ist eine rein grammatikalische Kategorie und nicht bedeutungsrelevant, die Wurst hat nichts weibliches und der Käse nichts männliches. Bei z.B. familienbezogenen Begriffen gibt es zwar schon das maskuline und feminine Genos, z.B. der Vater, der Onkel, der Bruder oder das Femininum: die Mutter, die Tante, die Schwester.... aber es gibt auch das geschlechtsneutrale Femininum als Personenbezeichnungen wie: die Geisel, die Wache.  Dasselbe gilt auch für das Neutrum: das Mitglied, das Opfer, also "geschlechtsneutrale" Personenbezeichnungen. Was wir verstehen müssen ist, das diese Genera sehr häufig durch die Wortbildung entstehen.

Beispiel:  Wörter, die mit  ...ling enden, stehen immer im Maskulinum, bedingt durch die Wortbildung: Der Liebling, der Flüchtling, der Lehrling ... selbstverständlich sind auch hier beide Geschlechter gemeint.

Umgekehrt z.B. Wörter die auf ... kraft enden, stehen immer im Femininum: 

Die Hilfskraft, die Arbeitskraft, die Lehrkraft sind Feminin aber bezeichnen ebenso männliche Personen. Es gibt auch einige Skurilitäten im Deutschen, nämlich die Bezeichnung für ein junges weibliches Wesen ist : Das Mädchen ! Also im Neotrum, und das ist schon im Jahr 1700 nachweisbar; also 4 Jahrhunderte Sprachwandel haben zu keiner Anpassung von Genos und Sexus geführt

Noch ein Beispiel: Das Schiff ist Neotrum (neutral) , sobald wir dem Schiff aber einen Namen geben, wird es zum Femininum, wir sagen : Die Titanik !  (Ist das nicht eine Diskriminierung der männlichen Person ??? )


Zusammengefasst: Es ist nicht bekannt, woher die Genera kommen. Tatsache ist, Wörter wie Lehrer, Sänger oder Student sind Berufs- bzw. Funktionsbezeichnungen. Übrigens auch hier wieder die Wortbildung, die entscheidet: Wörter mit der Endung ....er sind immer Maskulinum:

aus kühlen wird der Kühler und aus fahren - der Fahrer. 

Egal, ob eine männliche oder weibliche Person damit gemeint ist - immer Maskulinum.


Es ist ein manipulatorischer Kunstgriff der feministischen Linguistik, zu behaupten, Frauen seien in diesen Formen "bloß mitgemeint", und daraus eine Art Diskriminierung zu erdichten. In Wahrheit steht der Begriff selber für Personen ohne Aussage über das Geschlecht. Männer und Frauen sind "inkludiert", das ist etwas ganz anderes. Von nur "mitmeinend" zu sprechen ist sinnlos, irreführend und ideologisch.


Eine andere Argumentationslinie des Genderns ist:

Benachteiligung von Frauen schlägt sich (auch) in der Sprache nieder, so das Frauen angeblich nur "mit gemeint", aber weniger sichtbar sind...?

Das Maskulinum ist ein unglaubliches Zwitterwesen. 

Beispiele: Die Lehrerin - ist eindeutig. Der Lehrer - kann sowohl männlich als auch weiblich sein. Will man wissen, wie viele männliche Lehrer an einer Schule unterrichten, dann fragt man: Wie viele männliche Lehrer habt Ihr? Man könnte auch sagen, die Sprache diskriminiere die Männer, weil Sie für die Männer keine eigene Form bereithält...  Das Maskulinum kann aber noch mehr: Wie wirbt denn die Polizei? 

Dein Freund und Helfer - nicht Deine Freundin und Helferin. Wir sagen - das Kind ist ein Lügner - das Kind ist Neutrum und trotzdem müssen wir das Maskulinum verwenden. Lügnerin wäre irreführend. 

Ist also unklar, ob männlich oder weiblich gemeint ist, greifen wir immer zum Maskulinum, so funktioniert unsere Sprache !

Beispiel: Wir danken allen Sponsoren.... Sponsoren können hier Männer, Frauen aber auch Firmen sein ! Von Sponsoren oder Sponsorinnen zu sprechen wäre irreführend, damit würde man nur Frauen oder Männer meinen, aber keine Firmen (Neotrum)

Beispiel: Die Schweiz war ein wunderbarer Gastgeber... die Schweiz ist Femininum und wir müssen trotzdem Gastgeber (Maskulinum) sagen .

Beispiel: Der Wähler hat gesprochen... der Wähler ist die Gesamtheit von Personen, unabhängig vom Geschlecht.

Zusammenfassung: Die weibliche Form drückt Weiblichkeit aus, die maskuline Form ist NEUTRAL !!!

Beispiel: Überraschenderweise war der Täter eine Frau... das kann man nicht sagen, wenn "der Täter" nicht geschlechtsneutral wäre !


Eine andere Argumentationslinie des Genderns ist:

Um eine angebliche Benachteiligung der Frau in der deutschen Sprache zu ändern, muß die Sprache reformiert werden, und das Ziel ist ein verändertes Bewusstsein was zu einer veränderten sozialen Realität führen soll...

Alle Formen des Genderns sind unbrauchbar. Sie sind in sich widersprüchlich, sie sind nicht konsequent durchsetzbar,

sie stoßen an die Grenzen von Praktikabilität, Logik und Akzeptanz. Sie sind unästetisch, unökonomisch und irreführend.

Es entstehen zwangsläufig Missverständnisse, wenn wir konsequent Doppelformen nutzen; was würden wir uns vorstellen unter Sätzen wie: 

"Drei Schülerinnen und Schüler "....?

Der Duden sagt: Die Verwendung des großen I als Binnen-I ( z.B. SchülerInnen) entspricht nicht den Rechtschreibregeln.

Man muß sich nur mal fragen, was bedeutet eigendlich das Wort "LehrerInnen" oder "Lehrer*innen"  - heißt es Lehrerinnen und Lehrer? Oder heißt es Lehrerinnen oder Lehrer?  Oder heißt es einfach Lehrperson? und wenn ja, gibt es das Wort auch im Singular? z.B. LehrerIn oder Lehrer*in? Und welchen Artikel hat es dann, der LehrerIn, die LehrerIn ? Kann man hier den Genitiv, den 2. Fall bilden? Der, des LehrersIn ? Wie ist das mit Wörtern wie Anwalt, wo wir in der Mehrzahl Umlaute bilden, soll das dann heißen: AnwälteIn oder Anwälte*in 

Das ganze fügt sich nicht in unser Gramatiksystem, das muss man verstehen !

Übrigens , bereits 1987 hat eine interministerielle Arbeitsgruppe der deutschen Bundesregierung festgehalten, das die Kunstform "Binnen-I" für die Vorschriftensprache ungeeignet ist.  Dokument Beschlußempfehlung     


Um die offensichtlichen Probleme und Diskrepanzen zu umgehen, sollen "geschlechtsneutrale" Formulierungen erhoben werden. Also man soll nicht mehr Direktor sagen, sondern die Direktion, oder nicht mehr von den Beamten sprechen, sondern von der Beamtenschaft, oder nicht von Teilnehmern sondern umscheiben: ... alle die teilnehmen. 

Das ist aber verwunderlich, da es der "Sichtbarmachung" des weiblichen Geschlechtes entgegenläuft - damit machen wir gar nichts sichtbar. Also die Argumentation dahingehend passt nicht - offensichtliche sprachliche Probleme sollen hier einfach "umgangen" werden. 


Spätestens hier stellt sich die Frage, was soll das Ganze wirklich bringen? Um was geht es hier wirklich? Vergessen wir nicht: Sprache ist denken... will man unser Denken beeinflussen oder gar beschneiden? Sofern es um "stilistische Bereicherungen " ginge, wäre dagegen nichts einzuwenden... sofern man natürlich jederzeit "wählen" könnte... da dies aber offensichtlich von "staatlicher" Seite plötzlich zum Zwang erhoben werden soll, verarmt die Sprache, und dagegen sollten wir uns wehren !


Die Stadt Wien, höchstverschuldetes Bundesland Österreichs, leistet sich ein eigenes Dezernat für korrektes Gendern. Sie haben sogar eine Erweiterung für Microsoft Word entwickelt, welches automatische Umformulierungen vornimmt, wenn Sie etwas schreiben. Also wenn Sie schreiben "Anwenderbezogen" dann wird das umgeändert in "Praxisbezogen". Aus "Besucherparkplatz" wird "Gästeparkplatz". Aus "Kundenfreundlich" wird "zuvorkommend". Die "Ausländerfrage" wird zur "Migrationstematik ". Das "Lehrerteam" wird zum "Team der Unterrichtenden".  

Ideologie schlägt Sprachgefühl !? Der Sinn einer Aussage muß hier dem Diktat zur "politischen Korrektheit" hinten anstehen !?

Abgesehen davon, daß solche automatischen Korrekturen eine Bevormundung darstellen für den, der schreibt, bedeuten Sie einfach nicht das gleiche.

"Anwenderbezogen" ist eben nicht dasselbe wie "Praxisbezogen"; und ein "Besucher" ist nicht immer ein "Gast" und "kundenfreundlich" muß nicht zwangsläufig "zuvorkommend" sein. Wer aus einer "Ausländerfrage" die "Migrationstematik" macht, macht aus einer Frage - einem Problem das zu erörtern ist -  eine bloße Thematik... dahinter steckt dann wohl auch eine politische Absicht. 

Natürlich muß ein "Lehrerteam" nicht unbedingt dasselbe sein wie das "Team der Unterichtenden". 

Auf diese Weise werden Bedeutungen diktatorisch brutal eingeebnet und sprachlicher Reichtum zerstört. 

Außerdem wird Sprache so schnell unpersönlich... wenn wir alle Personenbezeichnungen ausschalten, weil wir sie beim Gendern nicht korrekt verwenden können. Versuche von "Umschreibungen" werden dann schnell sehr abstrakt.


Die Sprache um ein Wort ärmer zu machen heißt,

das Denken einer Nation um einen Begriff ärmer zu machen.

Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher Philosoph


Man könnte auch sagen, feministische Sprachkritik ist im Grunde sexistisch und zwar deswegen, weil jeder Satz, den ich formuliere, in dem es um Menschen geht, auf die Geschlechterebene gehoben wird. Es wird pausenlos das biologische Geschlecht in den Vordergrund gerückt, obwohl es meist irrelevant ist, ob z.B. der Pilot ein Mann oder Frau war. Die Sprache wird sozusagen sexualisiert und das ist gerade hinsichtlich der Argumentationen kontraproduktiv; immer wieder betonen zu müssen, dass ja auch Frauen gemeint sind - ja nicht vergessen - Frauen gehören auch dazu !!!

Nebenbei entstehen dann eine Unzahl von grammatischen Fehlern, z.B. "weibliche Komponistinnen" oder: " Nur 20% aller Managerinnen sind Frauen"..... es ist zu hoffen daß 100% aller Managerinnen Frauen sind !

Das Sprachbewusstsein verkümmert, Hauptsache, man folgt einer "Idee". 


Viele Redewendungen müssten begraben werden, wie z.B.: "Übung macht den Meister" , "der Klügere gibt nach", "der Kunde ist König".

Solche Redewendungen machen den Reiz, die Lebendigkeit einer Sprache aus, das verkümmern zu lassen, wäre unverzeihlich.


Zitat einer deutschen Journalistin, Frau Dagmar Rosenfeld hat 2014 in "der Zeit" folgendes geschrieben:

Ich bin eine Frau, und ich fühle mich belästigt von den -In Endungen, den Binnen-I, und dem 

ganzen syntaktischen Gleichberechtigungsgefummel !

Die fast extremistischen Züge des Verweiblichungswahn 

der Sprache haben wohl mit der Tradition des Alice-Schwarzer-Opferfeminismus zu tun. 

Offenbar haben bis heute manche mental nicht aus der weiblichen Opferrolle herausgefunden.

Als Therapie und als Beleg des weiblichen Selbstbewusstseins fordere ich daher das 

generische Maskulinum zurück ! Ich mache auch gleich Ernst damit und verabschiede mich an dieser

Stelle in maskulinem Genus von Ihnen liebe Leser, lieben Bürger, liebe Staatssekretäre, liebe Feministinnen,

liebe Kritiker - das fühlt sich gut an !   Der Artikel 


Aber was tun ? 

Zuerst sollten wir erkennen, das Sprache ein unglaublich stabiles Gebäude ist und außerordentlich konservativ. Das muß Sie auch sein, sonst würden wir uns von einer Generation zur nächsten nicht mehr verstehen. Einen 200 Jahre alten Text würden wir heute zu über 95% verstehen.

Ein Wandel findet evolutionär und automatisch statt. Er entsteht aber nicht auf dem Reißbrett feministischer Forschung. Und zwar deswegen nicht, weil Sprache ein hohes demokratisches Gut ist und bleiben sollte.  

Wir alle, ca. 100 Millionen Menschen deutscher Sprache, entscheiden darüber, wie gesprochen und geschrieben wird.

Wir sollten den Reichtum der Sprache bewusst pflegen und klar öffentlich Position beziehen. Es liegt an uns, ob wir den Irritationen der feministischen Linguistik folgen, oder selbstbewusst das sogenannte "generische Maskulinum" - und nur darum geht es - pflegen.


Erfahrungen im Umgang mit Behörden

Der Rat für deutsche Rechtschreibung als Regulierungskörper der Rechtschreibung der deutschen Sprache teilte 2013 mit, „dass die Binnengroßschreibung nicht Gegenstand des amtlichen Regelwerks ist; sie wird unter den Verwendungsweisen, die gegenwärtig der Großschreibung zugewiesen werden, nicht erwähnt“.


In einem Schreiben von einem Verein welcher Teil einer Behörde (Gemeinde) ist  an mich, wurde u.a. der sogenannte Genderstern benutzt. 

Auf meinen Hinweis, doch bitte in korrektem Deutsch zu schreiben bekam ich folgende Antwort zurück:


Sehr geehrter Herr Amann,

(.......)

Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben hat alle Partnerschaften dazu angehalten, die von uns redigierte Form des Genderns (auch im Sprachgebrauch) zu nutzen (das äußert sich dann in einer ganz kurzen Pause zwischen Bürger und innen). Der Duden-Verlag hat 2017 einen Ratgeber zur geschlechtergerechten Sprache herausgegeben. Mit dem Ergänzen der weiblichen Form als eigenes Stichwort zu allen männlichen Personenbeschreibungen hat der Duden nach Angaben von Kathrin Kunkel-Razum (Leiterin der Dudenredaktion) bereits vor etwa 20 Jahren begonnen (...)

 

Darauf hin leitete ich diese Antwort an den Verein Deutsche Sprache e.V zur Bewertung weiter. Die Antwort :


Sehr geehrter Herr Amann,

danke für Ihre Anfrage. Der Ratgeber aus dem Duden-Verlag, auf den hier verwiesen wird, ist überhaupt nicht verbindlich. Daran muss sich niemand halten. Die rechtsverbindliche amtliche Schreibung bestimt der Deutsche Rechtschreibrat und der sieht ein Gendersternchen oder sogar den unten beschriebene Glottisschlag (eine phonetische Erscheinung, die das Deutsche an dieser Stelle nicht kennt) gar nicht vor, 

vergleich:  Geschlechtergerechte Schreibung Rechtscheibrat

Das Bundesamt für Familie usw. hat überhaupt nicht die rechtliche Befugnis eigene Regeln zur deutschen Sprache zu erlassen.
Es wird hier eine Kunstsprache erfunden, die dann bestimmte Gruppen von Sprechern oder Schreibern umsetzen müssen, weil sie sich am unteren Ende behördlichen Befehlskette befinden.
Ich hoffe, wir konnten Ihnen weiterhelfen.
Mit den besten Grüßen


Verein Deutsche Sprache e.V.

Geschäftsstelle Dortmund

Postfach 10 41 28

D-44041 Dortmund


Telefon: 0231 - 79 48 52 0

Telefax: 0231 - 79 48 52 1

E-Post: info@vds-ev.de

www.vds-ev.de


George Orwell wird doch Wirklichkeit... nur mit Verspätung ?

Kenne Sie den Roman? Wissen Sie, war darin unter Neusprech zu verstehen ist ?  So heißt die sprachpolitisch umgestaltete Sprache in George Orwells dystopischem Roman 1984. Durch Sprachplanung sollen sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten beschränkt und damit die Freiheit des Denkens aufgehoben werden. 

Der fiktive totalitäre Staat Ozeanien entwickelt diese Sprachform, um die Ideologie von „Ingsoc“ (English Socialism) im Unterbewusstsein der Menschen zu verankern. Neusprech wird im übertragenen Sinne als Bezeichnung für Sprachformen oder sprachliche Mittel gebraucht, die durch Sprachmanipulation bewusst verändert werden, um Tatsachen zu verbergen und die Ziele oder Ideologien der Anwender zu verschleiern. 

Diese sprachpolitischen Maßnahmen haben das Ziel, über die Kommunikations- und Ausdrucksmöglichkeiten der Individuen die Gedankenfreiheit und damit die persönliche Identität, den Ausdruck der persönlichen Meinung und letztlich den freien Willen einzuschränken und zu steuern. In der individuellen Freiheit sieht die staatliche Führung eine Gefährdung der angeblich dem gesellschaftlichen Wohl dienenden Ideologie , der inneren Sicherheit und der Abwehr des möglicherweise fiktiven außenpolitischen Gegners und damit der Machtstellung der Regierung von Big Brother und der Partei. Abweichende Sprachformen werden sanktioniert und kriminalisiert, etwa als Gedankenverbrechen. Die den „falschen Worten“ entsprechenden „falschen“ Gedanken sollen durch Verhinderung ihrer Ausdrucksmöglichkeiten psychologisch unmöglich gemacht werden. Durch die Sprachregelung soll die Bevölkerung so manipuliert werden, dass sie nicht einmal an Aufstand denken kann, weil ihr die Wörter dazu fehlen. Damit zeigt das Regime seinen totalitären Anspruch, nicht nur das Verhalten von Menschen äußerlich durch Gesetze einzuschränken (autoritär), 

sondern einen neuen Menschen in einer neuen Gesellschaft zu erschaffen, der glaubt, selbst denken und tun zu wollen

was er denken und tun soll...


Schlußwort

Nehmen wir das Antwortschreiben des Vereins Deutscher Sprache e.V. und auch die Ausführungen von Prof. Kubelik zuvor als Argumentationshilfen gegenüber Behörden etc., um damit klarzumachen, daß zum einen keine Behörde gezwungen ist, diesen Unsinn von gendergerechter Sprache umzusetzen (es handelt sich um Empfehlungen) und zum anderen Argumentationen dafür liefern zu können, das es eben ist, was es ist: eine Verarmung (Verhunzung) unserer Sprache. 

Nicht zuletzt aber auch generell immer wieder und bei allen Gelegenheiten zu bekunden, daß wir als Souverän einer Demokratie das nicht unterstützen !


Wenn mancher sich nicht verpflichtet fühlte,

das Unwahre zu wiederholen, 

weil er es einmal gesagt hat,

so wären es ganz andre Leute geworden.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832) 


Das sagt ein echter bayrischer Bürger zum Thema "Verbreitung von geistigem Dünnschiss" - wie hier die Umdeutung von Weihnachtsmarkt zum "Wintermarkt:   "Jetzt hörts emal auf !"


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