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Was versteht man heute eigendlich unter Digitalisierung ?


Heute Fiktion, aber bald Wirklichkeit?  

"Berlin. Ab dem 01.07. treten neue Gesetzesänderungen in Kraft, die alle Bundesbürger betreffen. Darunter auch die Pflicht, sich vom Hausarzt einen Mikrochip implantieren zu lassen, der künftig den Personalausweis, die Krankenkassenkarte und Bargeldzahlungen überflüssig machen soll. Neugeborene werden bereits seit dem 01.01. mit dem Chip ausgestattet, für alle noch nicht gechippten Bürger von UN-Mitgliedsstaaten gilt eine Übergangsfrist von einem Jahr. Das digitale Implantat ist wie bei Haustieren völlig ungefährlich und wird mit einer einfachen Spitze verabreicht. 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) wertet das neue Gesetz als wichtigen Schritt in die digitale Freiheit und Sicherheit aller Bürger. Die Nutzung von Onlinediensten aller Art, bei denen eine persönliche Identifizierung notwendig ist, werde dadurch ebenso erleichtert wie der Besuch in Arztpraxen oder der tägliche Einkauf. Und das sei erst der Anfang, sagte Bundeswirtschaftsminister Schlaumeier, der bei der Digitalisierung „noch viel Luft nach oben sieht“.


Nun, soweit ist es noch nicht .. aber - könnte ein solcher Chipzwang bald zur bitteren Realität werden, wenn wir es zulassen ? Wäre es für bestimmte Kreise und Gruppen nicht praktisch, wenn wir künftig alle gechippt wären? Unsere Hunde und Katzen chippen wir ganz freiwillig und wie selbstverständlich, weil es so vernünftig erscheint. So können die lieben Vierbeiner nicht verloren gehen und jederzeit identifiziert werden, wenn sie mal ausreißen, jemanden angreifen oder etwas beschädigen sollten. Außerdem kann Wuffi sich nirgends unentdeckt verkrümeln, wenn er mal seine Ruhe vor Herrchen oder Frauchen haben will...

Das würde natürlich alles nur im Sinne von Fortschritt, Sicherheit oder Terrorbekämpfung geschehen, versteht sich. Immerhin könnte dann ja möglicherweise niemand mehr ein Verbrechen begehen, ohne dass man dann sofort wüsste, wer es war. Schließlich hat Papa Staat dank des Chips alle seine Schäfchen rund um die Uhr „auf dem Schirm“. Rund um die Uhr könnte von jedem Bürger ein sehr gutes Bewegungsprofil erstellt werden; dazu die Unterstützung einer Smartphone App - ganz freiwillig - weil es so tolle Vorteile hat.  

Aber, das wäre dann ja ein Überwachungsstaat? Nicht doch, dient doch nur zu unserer Sicherheit. Denn wer nichts Unrechtes tut und nichts zu verbergen hat, dem kann es doch egal sein, ob er auf Schritt und Tritt von den Behörden überwacht würde... oder ? Unser Privatleben, nun ja, so wichtig scheint uns das ja sowieso nicht zu sein, denn immerhin posten wir ja fast alles Private und Intime sowieso schon übers Internet in alle Öffentlichkeit hinaus, und das ganz freiwillig.

„Digitalisierung“ ist das Zauberwort der letzten Jahre, wir hören und lesen es derzeit in allen Mainstreammedien. Aber wissen wir wirklich, was damit gemeint ist ? Ist Digitalisierung heute nicht so etwas wie ein Containerbegriff, in den jeder nach Belieben etwas hineinpacken kann ?  Digitalisierung ist eigendlich nichts neues, es gibt sie schon seit den 80er Jahren, seit wir CDs abspielen statt Kassetten. 

Aber warum nun plötzlich diese erneuten Parolen, als wenn erst seit gestern alles digital läuft?


Wenn Regierung, Politik und Medien sich plötzlich so stark für Digitalisierung einsetzen, dann ist höchste Vorsicht geboten.

Die offiziellen Argumente klingen nur vorteilhaft:  schnelleres Internet, kontaktlos bezahlen, digitale Schultafeln ohne Kreide, online-Visite statt langer Wartezeit beim Hausarzt, Haustüren öffnen ohne Schlüssel in der Hosentasche... usw. 

Aber das bringt möglicherweise auch einen gigantischen Kontrollapparat, der alles über uns speichert, der uns permanent verfolgen kann, der unsere Geldbewegungen nach Belieben einfrieren kann, der uns als gläserne Sklaven einer digitalen Online-Diktatur gefangen hält, der wir uns alleine schon ohne Bargeld kaum mehr entziehen könnten.


Wir machen mittlerweile schon so vieles im täglichen Leben nur noch online und merken gar nicht, dass wir langsam aber sicher zu digitalen Junkies werden. Alles kommt so schnell, so praktisch und so smart daher, dass wir es freiwillig und unkritisch annehmen. Bisher genießen wir vor allem die Vorteile, die auf unsere Bequemlichkeit abzielen und uns deshalb besonders leicht einfangen können. Die Schattenseiten der schönen neuen Online-Welt verdrängen wir gerne, weil wir glauben, jederzeit aufhören zu können, wenn die Nachteile überhand nehmen.  Aber genau das könnte sich als Irrtum entpuppen, denn die „schöne neue Online-Welt“ wird bald unumkehrbar sein - „alternativlos“ - wie eine bestimmte Dame in solchen Fällen dann gerne konstatiert.

So alternativlos wie EU, Euro, Massenzuwanderung, Klimarettung und vieles andere, was unsere Freiheiten immer weiter einschränkt. "Alternativlos" ist auch so etwas wie "Orwelldeutsch" und bezeichnet durchaus totalitäre Zustände, die herbeigeführt und schließlich als „unumkehrbare“ Tatsachen offen präsentiert werden.


Nun, der Chip wird derzeit nicht zwangsimplantiert... Aber in Schweden zum Beispiel ist dieser Chip schon Realität, wie dieser Artikel auf Euronews behauptet. Zwar offiziell „nur“ zum Bezahlen oder Haustür öffnen und nicht als gesetzlicher Zwang, aber es zeigt, wie viele Bürger schon mitmachen und nicht sehen wollen, was der nächste logische Schritt sein könnte. 

Schon heute kann man in schwedischen Großstädten angeblich kaum noch mit Bargeld bezahlen. 


Vorhandene Infrastruktur bewusst schlecht reden um bestimmte Ziele umzusetzen ? 

Immer wieder werden digitale Netze in Deutschland als schlecht oder mittelalterlich hingestellt. Aber ist das wirklich so? Sicher gibt es gerade ländliche Gebiete, die nicht so gut angebunden sind wie z.B. Städte. Aber: Wer benötigt das wirklich ? Die meisten Bürger kommen mit dem aus, was wir haben. Der Ruf wird oft dann laut, wen z.B. Videodienste / TV schauen über das Internet "ruckt". Anwendungen, die eben relativ hohe Datenmengen bewegen. Das trifft auch für die sogenannten Cloud Betreiber zu. Ihr Geschäftsmodell benötigt eine 

Infrastruktur für hohe Datenmengen. Die Kosten für diese Infrastruktur trägt aber dann größtenteils der Bürger. 

Wer sagt uns eigendlich, daß nicht gerade diese Geschäftsmodelle und Ihre Lobbyisten hinter den öffentlichen Rufen nach schnelleren Netzen stecken ?  Unternehmen wie Google (z.B. mit Google Cloud Storage) sind sehr kapitalkräftige Unternehmen, die sicher eine Fülle von Möglichkeiten besitzen, die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Bezahlen werden das am Ende alle Bürger, ob Sie wirklich einen Nutzen davon haben oder nicht.  Sollten solche Konzerne  für mehr Infrastruktur die der Umsetzung Ihrer Geschäftsmodelle dient, diese doch selber in angemessenem Maße finanzieren ? 


Google, Facebook und Amazon sind mächtiger als wir denken

Amazon kündigte am 5. Januar neue Entwicklertools für den Sprachassistenten Alexa an: Das Alexa Mobile Accessory Kit soll die Sprachassistenz-Software Alexa auf einer ganzen Reihe weiterer Elektrogeräte verfügbar machen.

Zum anderen – und dies ist durchaus im Zusammenhang zu betrachten – überraschte Amazon kurz vor dem Jahreswechsel, am 29. Dezember mit seinem neuesten Transparenzbericht, der die Zahlen für die ersten sechs Monate des Jahres 2017 enthält.

Demnach hat der Konzern zwischen Januar und Juni (2017) eine neue Rekordmenge an Kundendaten an die US-Regierung übergeben, um den Forderungen der amerikanischen Strafverfolgungsbehörden nachzukommen.

Allein im Cloud-Segment erhielt Amazon 1.936 Anfragen aus der Bürokratie. Dabei ging es in 1.618 Fällen um Vorladungen, in 229 Fällen um Durchsuchungsbefehle und in 89 Fällen um andere gerichtliche Verfügungen gegen Amazon-Kunden.

Zum einen fällt auf, daß der IT-Gigant klar zwischen Anfragen von US-Behörden und Anfragen ausländischer Institutionen unterscheidet. Nahezu die Hälfte aller inländischen Datenübermittlungen wurden genehmigt, hingegen nicht einmal 3 Prozent aus dem Ausland.

Zum anderen sticht ins Auge, dass der Transparenzbericht – aller Lorbeeren, die sich Amazon aufgrund der Freiwilligkeit verdienen mag – keinerlei Angaben über die anderen Geschäftsbereiche enthält. Vor allem ist nichts darüber zu lesen, wie Amazon mit den durch die Echo- und Alexa-Produkte gesammelten Daten umgeht.

Die Software Alexa, die über sogenannte Echo-Lautsprecher der Kunden nahezu pausenlos alles Gesprochene mithört und zur Analyse und alltäglichen Unterstützung der Abgehörten gen Silicon Valley sendet, soll dank des Mobile Accessory Kit in immer mehr Produkte der verschiedensten Tech-Konzerne einziehen.

Im Kreis der teilnehmenden Firmen befinden sich Namen wie Bose und Jabra. Selbst der Haushaltsgeräte-Hersteller Whirlpool arbeitet bereits an Alexa-Mikrowellen, während Samsung sogar Backöfen mitlauschen lassen möchte.

In seinem Buch „Die Vernetzung der Welt: Ein Blick in unsere Zukunft“ aus dem Jahr 2013 schreibt Eric Schmidt, heute Executive Chariman der Google-Mutter Alphabet, Erhellendes: 


„Wir glauben, daß Plattformen der modernen Technologie wie Google, Facebook, Amazon und Apple mächtiger sind, als die meisten wahrhaben wollen. Und ihre Macht besteht darin, daß sie wachsen können und insbesondere sich so schnell ausbreiten können. Beinahe nichts, mit Ausnahme eines biologischen Virus, kann sich so schnell, effizient oder aggressiv ausbreiten wie diese Technologieplattformen. Und diese Macht überträgt sich auch auf die Menschen, die sie erstellen, kontrollieren und nutzen.


Amazon

Anwendungsprogramme auf dem Smartphone ... Amazon stellt seine Dienste, wie zum Beispiel den Bezahlservice Amazon Pay, auch anderen Händlern zur Verfügung – und weitet seine Vormachtstellung so weltweit aus. Damit kann Amazon also auch Einkäufe außerhalb des eigenen Konzerns kontrollieren und entsprechende personenbezogene Daten sammeln. Die andere Seite: Amazon kann dann entscheiden, mit wen er zusammenarbeitet - und damit auch gezielt benachteiligen ! Beispielhaft sind hier die kleinen Banken, wie z.B. Volksbanken, die nicht die entsprechenden Schnittstellen zur Verfügung gestellt bekommen um Bezahlvorgänge mit solchen Apps mit Ihren Konten bedienen zu können. So werden Kunden auf andere Banken gelenkt, die eben die Schnittstellen haben... 


Amazon eröffnete Anfang 2018 in den USA seine erste Hightech-Supermarktfiliale namens Amazon Go. Die Idee dabei: kein Warten an den Kassen, kein Kleingeld zählen, kein Verkaufspersonal. Es werden lediglich eine App und ein Amazon-Konto benötigt. Im Laden nimmt sich der Kunde einfach, was er möchte, und verlässt den Laden sogleich wieder. Der Kassenbon kommt per Mail. Wie dies genau funktioniert, gibt Amazon nicht preis. Der deutsche Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisiert, dass bei einem Einkauf in einem Amazon-Go-Markt für den Kunden nicht nachvollziehbar ist, welche Daten gesammelt werden und was damit passiert. Klar ist, in den Läden befinden sich eine Vielzahl an Kameras und Sensoren. So wird das Verhalten der Kunden komplett erfasst und gespeichert. Auch hier das riesige Potential als Monopolist den Handel zu regulieren und zu steuern. Quelle2


Amazon kooperiert mit NSA  : 600 Millionen US-Dollar investierte angeblich die NSA, in die Entwicklung eines Cloud-Systems durch Amazon. Das offizielle Ziel der Plattform sei es, die Daten, welche die NSA rund um den Globus sammelt, sowie andere nachrichtendienstliche Informationen in einen einzigen „Daten-See“ zu übertragen. Dadurch sollen die NSA und weitere 16 US-Nachrichtendienste Informationen schneller austauschen und diese miteinander „verbinden“ können. Amazon-Chef Bezos zeigte sich begeistert über die Kooperation seines Unternehmens mit den US-Geheimdiensten.  Quelle1


Jeff Bezos besitzt mit Amazon nicht nur das größte Kaufhaus der Welt, sondern mit Übernahme der Washington Post auch mediale Macht. Zusätzlich schickt Bezos mit seiner Firma Blue Origin Raumfahrzeuge ins All, ihm gehören 45 Prozent der weltweiten digitalen Cloud – das ist ein Internetdienst, der Rechen- und Speicherkapazität anbietet – und mithilfe künstlicher Intelligenz (z.B. Alexa) erlangt er immer mehr Zugriff auf alle Bereiche im menschlichen Leben. Für Bezos ist immer noch „Day One“, denn die Möglichkeiten der Technik seien noch ganz am Anfang.  Quelle3


Wer möchte eigendlich gerne zum Sklaven einer von „intelligenten“ Computern gesteuerten Welt werden, die einzig ihren Machern dient? Der setze sich einfach auf sein Sofa und rede mit Alexa. Wem aber die persönliche Beziehung zu seinen Mitmenschen wichtiger als seine Bequemlichkeit ist, der kaufe seine Produkte im Laden vor Ort und mache diese Dinge zum Gesprächsthema. So entsteht eine Bewegung von beziehungs- und lebensbejahenden Menschen, die die anonyme, einzig der Kontrolle und des Profites aufgebauten Konzernherrschaft stoppt!


Bargeld vs. Chipkarte

Barzahlen bedeutet wirkliche Freiheit, weil niemand nachvollziehen kann, was man von seinem Geld gekauft hat.

Die bargeldlose Gesellschaft kommt in Begleitung von großen PR-Kampagnen, die uns die Vorteile des bargeldlosen Zahlungsverkehrs weismachen wollen, aber den verheerenden Verlust unsrer Freiheit verschweigen werden. 

Wenn auch das Bezahlen nur noch digital möglich ist, sind wir wehrlos gegenüber Banken; aber auch den Behörden. 

Behörden stellen derzeit schon teilweise auf „E-Government“ um, Banken ziehen sich immer mehr aufs  „Online-Banking“ zurück, Personalausweise werden biometrisiert und mit Mikrochips ausgerüstet; Facebook, Google, Amazon etc., die ein immenses Wissen über Milliarden Nutzer gesammelt haben, kooperieren eng mit Regierungsapparaten und Geheimdiensten... usw. usw. 

Aber gegen eine Bargeldabschaffung können wir alle etwas tun:

Künftig wieder mehr bar zu bezahlen und dafür werben, dass andere mitmachen - in persönlichen Gesprächen, über die sozialen Medien, Rundbriefe, Vorträge oder Leserbriefe. So sorgen wir dafür, dass demnächst keine weitere Abnahme der Bargeldnutzung vermeldet wird, sondern eine Zunahme.  Weiterlesen


Digitale Patientenakte oder das gläserne Behandlungszimmer

Die Bundesregierung treibt die elektronischen Patientenakte mit Macht voran. Damit soll das letzte große Refugium der Privatheit neben dem Bargeld geschleift werden, das Arzt-Patienten-Verhältnis. Das Silicon Valley soll vollen Zugriff auf unsere Gesundheitsdaten bekommen können. Mit einem Beitrag unter dem Titel “Das gläserne Behandlungszimmer” hat sich  dazu Andreas Meißner, Psychiater und Psychotherapeut aus München und Sprecher der Ärzteinitiative „Freiheit für 1 %” in der Süddeutschen Zeitung zu Wort gemeldet: 


Krankenkassen flächendeckend bis 2021 eine elektronische Patientenakte anbieten, die Akte soll als „Serverakte“ angelegt werden, zwar wohl verschlüsselt, aber zentral gespeichert in Rechenzentren der jeweiligen Aktenanbieter.

Ein anderer Zugang zur elektronischen Patientenakte soll über Smartphone und Tablet erfolgen können. 

Und: das Bundesgesundheitsministerium soll künftig, gleich mit Stimmenmehrheit, in der Betreibergesellschaft der Aktenanbieter mitreden können ! Gesundheitsdaten sollen zudem bald auch über Grenzen hinweg fließen, um sie wirtschaftlich nutzen zu können, sagte kürzlich Japans Premier Shinzo Abe in Davos....   Quelle:  Süddeutschen Zeitung 



Digitalisierung in der Schule - der Weg in die Konditionierungsanstalt?

Uns wird erzählt, Deutschland habe großen Nachholbedarf bei der Digitalisierung der Schulen. In einem sehr pointierten Gastbeitrag macht Peter Hensinger deutlich, das es keine Belege für bessere Lernerfolge durch Digitalisierung gibt, sondern das Gegenteil, und dass es letztlich darum geht, optimal konditioniertes Menschenmaterial hervorzubringen:


Auszug:  Was versteht man unter "Digitaler Bildung"? Damit ist nicht gemeint, dass Lehrer nach eigenem Ermessen digitale Medien und Software als nützliche Hilfsmittel im Unterricht einsetzen, dass Schüler z.B. Word, Power Point oder Excel lernen, Auswertungen von Versuchen mit Programmen vornehmen, statistische Berechnungen durchführen oder lernen, Filme digital zu drehen und zu schneiden. 

Das gehört heute zu Grundfertigkeiten, die man ab der Oberstufe lernen sollte. Und dazu genügen stationäre PCs. 

Es geht vielmehr um eine schleichende Neuausrichtung des Erziehungswesens, bereits ab den KiTas. Es geht um die Übernahme der Erziehung durch digitale Medien. Ihr Rationalisierungs und Überwachungspotential macht um die Schule keinen Bogen. 

So wie bei der Industrie 4.0 Roboter die Produktion selbständig steuern, sollen Computer und Algorithmen das Erziehungsgeschehen autonom steuern. Welche Entwicklung damit eingeleitet werden soll, verriet Professor Fritz Breithaupt 2016 in der ZEIT:


2036 werden Eltern schon für ihre fünf Jahre alten Kinder einen virtuellen Lehrer abonnieren. Die Stimme des Computers wird uns durchs Leben begleiten. Vom Kindergarten über Schule und Universität bis zur beruflichen Weiterbildung. Der Computer erkennt, was ein Schüler schon kann, wo er Nachholbedarf hat, wie er zum Lernen gekitzelt wird. Wir werden uns als lernende Menschen neu erfinden. Dabei wird der zu bewältigende Stoff vollkommen auf den Einzelnen zugeschnitten sein    Weiterlesen


Schlußbetrachtungen

Digitalisierung ist heute ein orwellscher Begriff. Zusammen mit dem Deckmantel von Freiheit und Fortschritt für uns alle, könnten die Durchsetzung von Geschäftsmodellen großer Konzerne oder gar die totale globale Überwachung und Steuerung der Menschen stehen. 

Viele Indizien weisen darauf hin; wer Augen hat, möge Sie sehen und wer Verstand hat, möge Ihn einsetzen.

Millionen haben Orwells „1984“ gelesen oder die Verfilmung aus den 80er Jahren gesehen. Trotzdem scheint kaum jemand zu bemerken, wie sich die Methoden des Diktators, in dem Roman „Großer Bruder“ genannt, in unsere reale Gegenwart hineinfressen. Offensichtlich haben einige unserer Zeitgenossen Orwell ganz anders gelesen, nämlich nicht als Warnung, sondern als Anleitung.
Was einst sicher nur als düstere Warnung gemeint war, wird heute als Verheißung verstanden oder sogar eifrig nachgemacht. Haben wir eigentlich noch alle Tassen im Schrank? Lieber nicht nachzählen.  

Google, Amazon, Facebook, aber auch andere große Monopole wie Microsoft, Apple, einige Großbanken etc. gehören rechtzeitig zerschlagen, solange es noch geht... sonst besteht die Gefahr, daß sich diese sehr bald zum einen unantastbar machen  und zum anderen die Kontrolle über einen Großteil Menschlichen Lebens auf diesem Erdball ausüben. Standart Oil wurde 1911 zerschlagen, 1982 fiel das Telefonmonopol von AT&T, jetzt wird es Zeit für einen neuen Anlauf zur Brechnung dieser Monopolmächte.


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